Dr. Udo Dirnaichner hat Kulturfondsprojekten KESS und Mental TOP Weg geebnet

Ministerialrat pflanzt „Bildungsbaum“


Von Ferdinand Mader - Hallertauer Zeitung 26.11.2008

Volkenschwand. „Ein Apfelbaum braucht viel Wasser, schon bevor er in die Erde kommt, „ erklärte Max Dirnaichner am Freitag den Volkenschwander Schulkindern. Der gebürtige Rottaler stiftete mit seinem Sohn Dr. Udo Dirnaichner, Ministerialrat am Bayerischen Kultusministerium, eine der ältesten Apfelkultursorte – den Maschansker.

Unterstützt wurden die beiden Stifter vom hiesigen Landtagsabgeordneten Martin Neumeyer (Akademievorsitzender), Schulleiter Hans Dasch und dem passionierten Gartler Engelbert Ostermeier. Rektor Hans Dasch lobte denn auch in seiner Dankesrede das besondere Engagement des Ministerialrates, der im Zusammenspiel mit den verantwortlichen Politikern den beiden Kulturfondsprojekten KESS und Mental TOP den Weg in die Öffentlichkeit und die Durchführbarkeit ebnete. Dass sich Eltern aller sozialen Schichten für Zuarbeit an der Schule qualifizieren können, sei ein wichtiger Beitrag für eine immer bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Ebenso wurde mit Mental TOP ein bedeutender Basisstein in der Grundschule für den lebenslangen Lernprozess gelegt. Hans Dasch durfte den beiden Förderern und Stiftern die ersten Ägidius-Ehrentaler mit Urkunde überreichen. „Sie haben sich größte Verdienste um die Weiterentwicklung unserer Schule und weit darüber hinaus erworben!“ so der Schulleiter. Schüler, Lehrer und Ehrengäste quittierten dies mit lang anhaltendem Beifall. Der Ägidius-Ehrentaler wird von der Schule Persönlichkeiten verliehen, die sich für eine Optimierung der äußeren und inneren Rahmenbedingungen für die Schulkinder in besonderer Weise einsetzen.

Der Münchner Ministerialrat dankte – auch im Namen seines Vaters – für die Ehre, als erste den Ägidius-Ehrentaler erhalten zu haben. In seiner Ansprache zeigte er deutliche Parallelen auf zwischen der Entwicklung eines Baumes und des Menschen. Neben Johann Wolfgang von Goethe zitierte er den Historiker Alexander Demandt mit dem prägnanten Satz: „Kein anders Geschöpf ist mit dem Geschick der Menschheit so vielfältig, so eng verbunden wie der Baum.“ Udo Dirnaichner brachte diese Aussage vor allem in Zusammenhang mit dem Brauchtum, mit den in der Bibel zitierten Lebensbäumen und dem Baum der Erkenntnis. All diese Entwicklungsströme zeigten, dass das Schulwissen von den lebenslangen Lernprozessen und Gesellschaftsentwicklungen nicht isoliert betrachtet werden dürfe, so der Ministerialrat. Er lobte dabei das Engagement von Schulleitung, Lehrerschaft, Elternbeirat und Gemeinde um die gemeinsame „Wissensgesellschaft Volkenschwand“. Der gestiftete „Bildungsbaum“ sei ein guter Eckstein in der Zukunftssicherung. Bildlich untermauerte Edeltraud Pfeuffer, ehemalige Hauptschullehrerin aus Mainburg, die Rede des Ministerialrates mit einer Qi Gong Übung zum Thema „Der Baum – wachsen, bewegen und sich wohl fühlen“. Das Wurzelwerk sei die Grundlage des Baumes, wie des Menschen. Nur der feste Halt in der heimatlichen Gesellschaft gibt dem Kind die Möglichkeit, sich später ähnlich dem Baum in Blüten und in der Krone frei zu bewegen und entfalten zu können.

Akademievorsitzender und Stimmkreisabgeordneter Martin Neumeyer, dem Hans Dasch unter langem Beifall für den Einsatz für die Volkenschwander Schulkinder dankte, hob vor allem die Werte unserer heimischen und häuslichen Produkte hervor und sagte sine weitere Unterstützung bei der Realisierung des Pfades zu. Es müsse alles getan werden, dass unsere Kinder in eine gesicherte Zukunft geführt werden. Er bescheinigte der Volkenschwander Schule, der Lehrerschaft und den Eltern ein besonderes Maß an Umsicht und harmonischem Miteinander. Das an der Schule entstandene Gedicht „Der Apfelbaum“ wurde von Simon Sommer und Nina Pürzer aus der 3. Klasse meisterhaft vorgetragen und erntete viel Beifall. Die KESS-Gitarren- und Flötengruppen der Schule begleiteten die Kinder zum Abschluss mit dem Hallertauer Heimatlied „Als der Herrgott hat vor vielen Jahren...“, bei dem Helmut Schober aus der 4. Klasse ein viel beachtetes Solo einlegte. Konrad Stock und Gabi Ostermeier spielten die Gäste mit einem musikalischen Ständchen aus der Schule.

 

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