Landesgartenverband Bayern: „Unsere Mitglieder sind qualifiziert für die Schule“
Seminar für Kompetenz zur Schul-Mitgestaltung erfolgreich abgeschlossen
„Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!“ war die Aussage der Teilnehmer
Kelheim/Ihrlerstein. An der Jugendherberge in Ihrlerstein wurde das erste ESS-Seminar für Mitglieder des Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege erfolgreich durchgeführt. Die Teilnehmer kamen aus allen Regionen Bayerns und waren voller Tatendrang, sich auf eine Mithilfe an der gebundenen bzw. offenen Ganztagsschule intensiv vorzubereiten. KESS - Kompetenz für Eltern externe Experten, ist ein Kulturfondsprojekt des Bayrischen Kultusministeriums und dient als Brückenschlag vor allem zwischen Elternhaus, Gesellschaft und Schule. Träger im Freistaat und Projekt-Entwickler ist die Volkshochschule Mainburg.
Auf die Zielsetzung des aktiven Miteinander an der Schule wies Marianne Dasch, die Leiterin der Hallertauer Erwachsenenbildungseinrichtung bei der Eröffnung des Lehrganges besonders hin. Schulamtsdirektor Egon Winkler, Staatliches Schulamt Kelheim betonte die Bedeutung der Qualifizierung externer Kräfte für einen sicheren schulischen Ablauf von Ganztagsangeboten, die verstärkt unsere Schullandschaft prägen werden. So sprach auch Dr. Ursula Weier vom Staatlichen Institut für Schulqualitäten und Bildungsplanung (ISB) dem Gartenbau-Landesverband ihre Anerkennung dafür aus, dass er als erster Verband mit dem Qualifizierungsangebot KESS seine Mitglieder intensiv für ihren Förder- und Betreuungseinsatz an den Schulen vorbereiten und trainieren lasse.
Verbandsdirektor Martin Gruber hob dementsprechend die Bereitschaft der seiner engagierten Mitglieder heraus, nicht nur für die Schulkinder da zu sein, sondern auch qualifiziert sowohl betreuend als auch fördernd die Arbeit der Lehrer in der Schule unterstützen zu können. Dr. Lutz Popp dokumentierte mit einer Ausstellung von natur- und werteorientierten Büchern die intensiven Vorbereitungsarbeiten des Landesverbandes auf die Schularbeit. Der Lehrgang wurde auf zwei Wochenenden in der Jugendherberge Ihrlerstein durcgeführt. In der wunderbar gelegenen Jugendherberge unter der fachkundigen und freundlichen Betreuung von Albert und Uschi Götz, fühlten sich die Teilnehmer/innen und Dozenten sichtlich wohl und „gut drauf“. So wurde manche Gruppenarbeit ins Frei verlegt und am Morgen nutzte Qi Gong Lehrerin Edeltraud Pfeuffer um mit gemeinsamen Übungen den Morgen zu begrüßen und um den TN damit auch gleich einige kindergerechte Qi Gong-Übungen zur Entspannung vorzustellen.
Dass der erzieherische Auftrag in der Schule auch steigenden Anforderungen durch die Gesellschaft unterliegt, davon können einige Lehrer/innen ein Lied singen. Dies ist auch im Betreuungsbereich des Ganztages – Angebotes nicht anders. So stimmten Karin Dasch und Hannes Mosner, beide erfahrene Lehrkräfte die künftigen KESS-Experten auf die pädagogische und didaktische Arbeit mit großem Hintergrundwissen ein. Sie zeigten Arbeitsweisen und praktischen Beispielen und damit die KESS-Experten der Gartenbauvereine künftig in der Lage sind, Gemeinschaftsprojekte auch in Kooperation mit den Lehrkräften – umzusetzen, z.B. die Anlage eines Schulgartens bzw. eines Regenwurmhügels waren sichtbare Ausdrücke des Erfolges. Dabei kam der Werte – Erziehung wie Achtung vor der Natur und dem Leben bzw. Ausbau des Selbstbewusstseins und des sozialen Toleranz besonderer Bedeutung zu. Robert Harfold, ein erfahrener Kommunikationstrainer festigte die KESS–Experten im Kommunikations-Bereich. Er stärkte sie vor allem in den Bereichen von verbalen Übersichten, Konfliktzusammenhängen und gezielten Reaktionen. Einen Überblick über die Struktur an den Schulen, Aufsichtspflicht und Haftung bekamen die Teilnehmer vom Volkenschwander Schulleiter Hans Dasch vermittelt. Auch in diesen Bereichen mussten sie ihr Wissen in kniffeligen Fallballspielen vertiefen.
Dr. Ursula Weier vom staatlichen Institut (ISB) München stellte die verschiedenen Modelle Der Ganztagsbetreuung vor und führte sie schließlich in die Entwicklungspsychologie der Schulkinder ein. Sie war voll des Lobe über den Wissensdurst der Teilnehmer, die eine ideale Unterstützung der Lehrer/innen an den Schulen seien: Ihre Anforderung die Schule zu unterstützen, wurde auch von Marianne Dasch bei der Zertifikationsübergabe herausgehoben: „Dieser Brückeschlag Schule, externe Experten und Elternhaus ist gelungen: Durch informelles „lebenslanges Lernen“ und der damit verbundenen Kompetenzerweiterung von Eltern und Externen wurde die pädagogische und gesellschaftliche Zielsetzung hinsichtlich der Eigenverantwortung und aktive Bürgerbeteiligung im Erziehungsprozess und im Schulleben erreicht!“ Der nächste KESS-Grundkurs startet in Kelheim bereits am Freitag 11. Juli und endet am Samstag 25. Juli 2009.
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- Minister Dr. Spaenle, Schirmherr von KESS
"Schule braucht starke Erziehungspartner"
Dr. Ludwig Spaenle, anlässlich der Schirmherrschaft über das Projekt KESS – Kompetenz für Schule und Schulleben der Volkshochschule Mainburg:
Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus (PDF Download)
KESS ist eine innovative Projektidee, gefördert aus Mitteln des Kulturfonds Bayern sowie mit Unterstützung der Firma Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel.






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