„Sehr gut“ für „Referendar“ Manfred Weber
Europa-Abgeordneter in Grundschule – Überrascht vom hohen Wissensstand der Schüler
Volkenschwand. Strahlender Sonnenschein und äußerst erwartungsvolle Kinder empfingen dieser Tage den Wildenberger Europa-Abgeordneten Manfred Weber vor der mit Fahnen geschmückten Grundschule. Gemeinsam mit Schulrätin Sabine Meier wurde der Parlamentarier mit dem bayerischen Willkommenslied „Griaß eich God ihr liabn Leit“ begrüßt, ebenso wie die Eltern und der Ortsgeistliche Pater Josef.
Rektor Hans Dasch stellte in seiner Begrüßung die Kulturfondsprojekte der Schule, „KESS“ und „Mental TOP“, vor. Genauso wie den Schüleraustausch mit der italienischen Partnerschule Cavaso del Tomba, der vor nunmehr zehn Jahren von Georg Meier und Markus Kratzer initiiert worden war. Projekte, die zeigen, dass das Schülererleben auf dem flachen Land durchaus anspruchsvoll sein kann, ohne auf das Heimatverbundene verzichten zu müssen.
Der Abgeordnete stellte in seiner Unterrichtsstunde in der 4. Klasse recht geschickt die Aufgabenfelder der Volksvertreter in Straßburg heraus. Er verhehlte dabei auch nicht, dass ihm die Europa-Müdigkeit vieler Erwachsener zu denken gebe. Bei den Kindern, die auch über übergreifende Regelungen in der Landwirtschaft, im Gewässerschutz und in der Reinheit der Luft große Wissbegierde zeigten, scheint die Europa-Begeisterung allerdings noch ungebrochen. Mit seiner verständnisvollen Art ging Weber auch ganz persönlichen Fragen nach seiner Familie, seinem Verdienst oder auch Hobbys nicht aus dem Weg.
Er zeigte sich total überrascht über den hohen Wissenstand der Grundschüler über Europa, das sich neben der Friedenssicherung auch die Werte-Erhaltung der Gesellschaft zum Ziel gesetzt hat. Schulrätin Sabine Meier überließ es den Kindern, den Unterrichtsstil des Europa-Abgeordneten zu beurteilen; und dieses Urteil fiel einstimmig aus: „Sehr gut!“. So meinte auch Maxi zu seinem Spezi beim Gang in die Pause: „Der könnte ruhig auch als Lehrer bei uns bleiben!“ Zu einem intensiven Meinungsaustausch mit dem Abgeordneten hatten Schulleitung, Volkshochschule Mainburg und die Gemeinde Volkenschwand eingeladen, zu dem Schulleiter Hans Dasch neben Bürgermeister Albert Morasch, Schulrätin Sabine Meier, zweiten Bürgermeister Georg Meier, Schulreferentin Gudrun Höfter, Vhs-Leiterin Marianne Dasch auch Experten aus dem Schulwesen und Elternbeiräte begrüßen konnte. Petra Högl, die als KESS-Sprecherin der Volkshochschule, die Diskussionsrunde moderierte, stellte ebenso wie Bürgermeister Morasch in seinen Grußwort den friedenssichernden Auftrag Europas an den Anfang der Runde.
Schulen sind zwar im Kern Hoheitsauftrag der Länder, können aber durch ein sinnvolles Unterstützen durch EU-Instrumente wie Comenius durchaus zur Völkerverständigung mit vielfältigen Begegnungen und Kommunikationsmöglichkeiten beitragen. Manfred Weber lobte dabei das professionelle Wirken der staatlichen Lehrer ebenso wie das ehrenamtliche Engagement von Verbänden und Vereinen, die sich schließlich in einem gemeinsamen Netzwerk wiederfänden. Den Abbau von Ängsten und Vorurteilen hob er als vordringliche Aufgabe hervor. „Viele haben der Grenzöffnung Niederbayerns im Bereich des Bayerischen Waldes zu den östlichen Nachbarn mit sehr gemischten Gefühlen entgegengeblickt. Heute werden nach und nach immer mehr gemeinsame Vorteile auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze entdeckt – sei es im Tourismus, in der Bildung oder bei der Markterweiterung, “ so der Abgeordnete. Die Leiterin der Volkshochschule Mainburg, Marianne Dasch, konnte diese Netzwerktätigkeit durch ihre Projekterfahrungen aus dem Leonardo-Mobilitäts-Programm zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung nur bestätigen.
Durch diese Förderprogramme werden Ausbildung und Kompetenzerweiterung in Europa vergleichbar gemacht und die Zielsetzung der „Lissabonstrategie“ gefördert. Diese von der EU unterstützen Netzwerke seien ein wichtiger Stützpfeiler der Zukunft unserer Kinder. So warb Weber abschließend für eine starke Wahlbeteiligung zum Parlament in Straßburg: „Die fünf Minuten in der Wahlkabine sollten es jedem wert sein, mit der Wahl sein Demokratie- und Stimmrecht für Europa wahrzunehmen und damit ein deutliches Signal für eine gute Zukunft für uns und für die Kinder zu setzen!“
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- Minister Dr. Spaenle, Schirmherr von KESS
"Schule braucht starke Erziehungspartner"
Dr. Ludwig Spaenle, anlässlich der Schirmherrschaft über das Projekt KESS – Kompetenz für Schule und Schulleben der Volkshochschule Mainburg:
Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus (PDF Download)
KESS ist eine innovative Projektidee, gefördert aus Mitteln des Kulturfonds Bayern sowie mit Unterstützung der Firma Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel.


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