KESS geht in die Qualifizierungsphase

Kultusminister Schneider würdigt Initiative der Mainburger Volkshochschule

Hallertauer Zeitung vom 19. Oktober 2006

Mainburg (hb). Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) höchstpersönlich gab am Dienstagabend in den Räumen der Volkshochschule den Startschuss für die zweite Phase des Projekts „Kompetenz extern für Schule und Schullandheim“ (KESS). Gefördert aus dem „Bayerischen Kulturfonds“ und wissenschaftlich begleitet von der Universität Regensburg beginnt jetzt die Qualifizierungsphase für die künftigen „Eltern-Experten“ und ihre Betreuungsarbeit nachmittags an den Schulen.

In der ersten Jahreshälfte 2007 werden die Grund- und Spezialkurse für die interessierten Erziehungsberechtigten durchgeführt, wie Vhs-Geschäftsführerin Marianne Dasch ausführte. Mit „KESS“, so Dasch, solle der „große Fundus an Erfahrungen aus den Reihen der Eltern“ für die Schule erschlossen werden. Vhs-Vorsitzender Hans Dasch bedankte sich bei Minister Schneider für die unbürokratische Umsetzung der Idee, für die Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer (CSU) in München intensiv geworben hatte.

„Sehr stolz“ zeigte sich Bürgermeister Sepp Egger über die Tatsache, dass die Initiative für dieses Projekt von „unserer Volkshochschule“ ausging. „KESS“ komme der Forderung des bayerischen und deutschen Städtetages nach einem Ausbau der Ganztagsschulen sehr nahe und ziele in genau die richtige Richtung, so das Stadtoberhaupt.

Als er vor einem Jahr in den Fluren des Landtags das erste Mal von Martin Neumeyer über diese Idee informiert wurde, habe er umgehend die Experten seines Hauses eingeschaltet, erinnerte sich Minister Schneider. Innerhalb weniger Tage lag auch schon die Projektaufstellung, nach einigen Wochen bereits das fertige Konzept auf dem Tisch, lobte der Minister.

Bildung und Erziehung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, betonte Schneider. Daher sei „KESS“ genau der richtige Ansatz zur Stärkung der „Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus“. Denn es gebe viele Eltern, die in der Schule gerne mitarbeiten und ihren Beitrag einbringen wollen. Ihnen gebe diese Qualifizierung das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg. Dabei sollten die Erziehungsberechtigten aber keinesfalls die Lehrer ablösen, sondern begleitend unterstützen, betonte der Minister.

Entscheidend ist für Schneider auch die Vorbildwirkung. Gemeinsam müssten sich Eltern und Lehrkräfte um die Kinder und Jugendlichen sorgen, nicht nur um Wissen und Kompetenzen, sondern auch um Wertehaltungen zu vermitteln, wie es in der bayerischen Verfassung verankert sei. Dazu gehörten auch Pflichtbewusstsein und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, aber auch soziale Werte wie Toleranz und Mitmenschlichkeit vorzuleben, so der Minister.

Nach den Vorstellungen von Hans Dasch, selbst Lehrer und Rektor der Grundschule Volkenschwand, soll „KESS“ eine „Brückenfunktion zwischen Eltern und Lehrern“ übernehmen. Nach der jetzt beginnenden Qualifizierungsphase und der Erprobung in der Praxis im Schuljahr 2007/08 wollen die Initiatoren die Erfahrungen auswerten und das Projekt im Schuljahr 2008/09 weiterführen.

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Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, Schirmherr von KESS
Minister Dr. Spaenle, Schirmherr von KESS

"Schule braucht starke Erziehungspartner"

Dr. Ludwig Spaenle, anlässlich der Schirmherrschaft über das Projekt KESS – Kompetenz für Schule und Schulleben der Volkshochschule Mainburg:

Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus (PDF Download)


KESS ist eine innovative Projektidee, gefördert aus Mitteln des Kulturfonds Bayern sowie mit Unterstützung der Firma Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel.